Die KAB Regensburg begrüßt Gleichstellung der Erziehungszeiten – mahnt jedoch Korrekturen beim Grundrentenzuschlag an.
Der Diözesanvorstand der Katholischen Arbeitnehmer‑Bewegung (KAB) Regensburg begrüßt die geplante vollständige Gleichstellung aller Mütter bei der Anerkennung von Kindererziehungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Reform sieht künftig drei Jahre Kindererziehungszeit pro Kind vor – unabhängig vom Geburtsjahr.
Besonders hebt die KAB hervor, dass die nun vorgesehene Anhebung um einen weiteren halben Entgeltpunkt – was die Rente um mehr als 20 Euro pro Kind und Monat steigert – wesentlich dem Einsatz des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder zu verdanken ist. Ein Sprecher des Verbandes betont:
„Der politische Druck aus Bayern hat maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Verbesserung endlich umgesetzt wird.“
Zugleich erinnert die KAB daran, dass sie selbst seit Jahrzehnten zu den treibenden Kräften gehört, die für eine gerechtere Anerkennung von Erziehungszeiten kämpfen. „Viele der heute erreichten Fortschritte gehen auf die beständige Arbeit unserer Mitglieder im Bistum Regensburg zurück“, heißt es aus dem Verband.
Grundrentenzuschlag: Gefahr, dass Verbesserungen verpuffen
Trotz der grundsätzlichen Zustimmung warnt die KAB vor einem Problem, das nicht wenige Frauen betreffen wird: Durch die Erhöhung der eigenen Beitragszeiten kann der Grundrentenzuschlag sinken.
Der Diözesanvorstand erklärt:
„Wir begrüßen die Reform ausdrücklich – aber viele Frauen werden diesen halben Entgeltpunkt real kaum spüren, weil er mit dem Grundrentenzuschlag gegengerechnet wird.“
KAB fordert politische Nachbesserung
Die KAB fordert deshalb eine Änderung auf Bundesebene: Kindererziehungszeiten dürfen künftig nicht mehr dazu führen, dass der Grundrentenzuschlag reduziert oder gestrichen wird.
„Die Reform darf nicht durch technische Berechnungseffekte entwertet werden“, betont ein Mitglied des Diözesanvorstands. „Wer Kinder großzieht, darf daraus keinen Nachteil im System der Grundrente haben.
Bild: mit Hilfe von KI erstellt