Tagesfahrt in die Fuggerstadt am 21.05.2026
Ab 6 Uhr wurde eingesammelt.
Der Bus war voll – fast gerammelt
Autobahn zur Holledau,
Dann ein Klo für Mann und Frau.
B 300 – auf Augsburg zu
Im Bus kehrt ein allmählich Ruh.
Die Gegend bot nur wenig Reiz.
Es ist halt nicht die Schweiz.
Doch Spargel gäb‘s dort massenweise!
Ist nicht so gut bei einer Reise.
Der Kamm Hans hat uns viel erklärt,
Bevor der Bus durch Augsburg fährt.
Eine Ehrenrunde ist dort Pflicht,
Bevor man den Stadtführer trifft.
Lothar Roser heißt der gute Mann,
Der sehr viel erklären kann.
Die Rundfahrt mit dem Bus – geschickt erzählt,
Besondere Bauten wurden ausgewählt:
Bahnhof, Theater: das Millionengrab!!
Und Vieles, was sich sonst noch ergab:
Aufbau, Zerstörung, Bevölkerungsstruktur,
Lech und Wertach – Einfluss der Natur.
Am Rathausplatz muss man sich trennen.
Wir mit Roser weiterrennen.
Er berichtet über Stadt und deren Leute,
wie‘s damals war und ist heute:
Über Wasserwirtschaft, Welterbekultur
Vom Mozart auch ne Spur,
Römer und Germanen,
Viele berühmte Namen.
Kanäle, Wasser unumwunden
Haben wir überall gefunden,
Königs- und auch Rathaus-Platz
Sind architektonisch schon ein Schatz.
Goldener Saal – leider zu,
Blieb auch für uns tabu.
Nur als Bild im Foyer,
fanden wir trotzdem auch schee.
Im Relief zeigt er uns seine Stadt,
die damals Bischof, Abt und König hat.
Das Rathaus prächtig!! Für den Reichstag gedacht.
Doch hat Rengschburg das Rennen gemacht!!
Viele Brunnen ist ja klar,
Weil halt überall Wasser war.
Fugger hier und Fugger dort,
Mit der Kirche auch mal ein scharfes Wort.
Äbte Bischof oft zerstritten
Wer hat darunter wohl gelitten?
Dann ins Wirtshaus bei dem Fugger
Ein Garten: nun kein Hingucker.
Schweiners gab’s doch reichlich groß
Das Kraut schwamm in der Soß.
Bratwürste war‘n etwas mager
Dann bleibt man halt sehr hager.
Nachmittags: der Garten – botanisch wird er genannt.
Wir sind da echt nicht durchgerannt.
Erholsam, lehrsam, wohl gepflegt
Staunen, Freude sich da regt
Bäume, Sträucher, Blumen, Gräser
Große, kleine Seen, Gewässer,
Licht und Schatten klug verteilt,
selber schuld, wer da durcheilt.
Rosen, Tulpen und Narzissen
Auf die haben war geschaut
Und jetzt auch der Himmel blaut.
Partenda ginggelda, astendis tunbergii
Lytrum slaicardia, Salia uliginosa,
Miscantus sinensis, Tricurtis hirta.
Der Name uns nicht vom Hocker reißt,
weil es bei uns halt anders heißt.
Dann nach Japan in den Garten:
Wunderdinge auf uns warten
Geplätscher, Ruhe, Harmonie.
Am besten wär‘s man fährt nochmal hi.
Zum Schluss: ich glaube es hat uns sehr gefallen
und nicht nur mir, sondern auch euch allen.
Gedicht von Edgar Haseneder
Bilder: KAB

