Firmenbesuch der KAB Kulmain im Liebensteiner Kartonagenwerk.
Ein Firmenbesuch im familiengeführten Liebensteiner Kartonagenwerk stand am 7. August auf dem Programm der KAB Kulmain. Etwa 25 Personen interessierten sich für diese Werksbesichtigung nahmen an dem außergewöhnlich informativen Rundgang durch die weitläufigen Werksanlagen teil. Herr Bernhard Schön jun., der gemeinsam mit seiner Schwester Marion Forster die Geschäftsleitung innehat, informierte über die Entwicklung des Unternehmens in 55 Jahren: Von einem zwei Mann starken Holzwolle-Hersteller hin zu einem heute mittelständischen Kartonagenproduzenten mit rund 500 Mitarbeitenden. Kern der Unternehmensgruppe, der auch zwei Tochterunternehmen angehören, ist das Kartonagenwerk in Liebenstein. Es entwickelt, produziert und liefert maßgeschneiderte Verpackungslösungen – von Standardverpackungen über Faltkartons bis hin zu individuell auf das jeweilige Produkt abgestimmten Konzepten. Mehr als 50 eigene LKW sorgen dafür, dass diese Lösungen zu derzeit etwa 3.700 Kunden gelangen. 10.000 unterschiedliche Verpackungsvariationen sind derzeit im Programm. Die jährlich verarbeitete Wellpappenfläche beträgt ca. 158 Millionen Quadratmeter – das entspricht einer Fläche von rund 12,5 mal 12,5 Kilometern. Innovative Entwicklungsarbeit und nachhaltiger technologischer Fortschritt bilden die Grundpfeiler der Firmenphilosophie. Ein weiterer nachhaltiger Aspekt: Die Wellpappe, die das Liebensteiner Kartonagenwerk verarbeitet, wird vollständig von einer externen Firma hergestellt, die direkt im Werksbereich in Liebenstein produziert. Dadurch entfällt der Transport der Wellpappe vom Hersteller zum Verarbeiter. Zusätzlich sorgt eine familienfreundliche Ausgestaltung der Arbeitsverhältnisse für Zufriedenheit: Das Liebensteiner Kartonagenwerk hat in einem benachbarten Gebäudeteil am Standort eine firmeneigene Betreuung für Kinder eingerichtet – eine Krippe und einen Kindergarten für die Kinder der Mitarbeitenden. Zudem werden Überlegungen angestellt, eine betriebliche Altenbetreuung zu integrieren. Seit 2024 gibt es sogar einen firmeneigenen Friseurladen auf dem Werksgelände, den sog. „Schachtl-Boder“. Es ist also durchaus möglich sich auszustempeln und die Arbeit kurz mal für einen Friseurbesuch zu unterbrechen. Beim Rundgang durch die weitläufigen Werksanlagen mit über 60.000 m² erhielt die Kulmainer KAB-Gruppe spannende Einblicke in Produktion, Logistik und Entwicklungsarbeit. Die absolute Lieferzuverlässigkeit sowie eine Just-in-Time-Belieferung der Kunden gehören zu den Stärken der Liebensteiner. Zur Optimierung ihrer Flexibilität betreibt die Firma ein vollautomatisches Hochregallager mit derzeit 74.000 Palettenstellplätzen. Am Ende der rund zweistündigen Werksbesichtigung dankte die Teamsprecherin der Kulmainer KAB, Christine Sollfrank, den Verantwortlichen des Liebensteiner Kartonagenwerks für die freundliche Aufnahme sowie Herrn Andreas Schuller für seine kompetente Führung durch das Werk und die hochinteressanten Informationen.
Dabei brachte sie zum Ausdruck, wie erfreulich es ist, dass es in unserer Heimat familiengeführte Betriebe gibt, die mit unternehmerischer Weitsicht, Innovation und engagierten Mitarbeitenden dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg erzielen und dabei gleichzeitig nachhaltig sowie mitarbeiterfreundlich handeln.
Text: Christine Sollfrank
Bild: Albert Sollfrank. KAB Gruppe Kulmain zusammen mit Andreas Schuller (Betriebsführung) und Bernhard Schön jun. (Geschäftsleiter)