Vorstandschaft im Amt bestätigt – Präses ruft die KAB-Mitglieder auf: „Helfen Sie, die Kirche wiederaufzubauen“.
Die Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmerbewegung trafen sich am Samstag in der Pfarrkirche zu einer Andacht mit Gottesdienst und anschließend im Pfarrheim zur Jahresversammlung mit Neuwahlen und Ehrungen. Vorsitzender Alfons Kerscher begrüßte dazu neben den Mitgliedern namentlich vom Kreisverband Brigitte Wagner, von der Diözese die Diözesansekretärin Brigitta Alkofer, sowie Präses Stadtpfarrer Matthias Kienberger.
Beim Totengedenken erinnerte Kerscher an die verstorbenen Mitglieder, an Elisabeth Kisiala, Barbara Labus, Karl Schmidbauer, Edelbert Steibl und Theresia Bauer.
Schriftführer Alfons Zierl berichtete übers Vereinsjahr. In den Sitzungen des Vorstands ging es im Wesentlichen um die Wahl des Papstes, das Engagement der KAB in Uganda, die digitale Patientenakte, die Beteiligung an der Landesgartenschau, die Theateraufführungen, die Wanderung zum Steinhäufl, die Beteiligung an Fronleichnam, Geburtstags- und Adventfeiern. Die Mitglieder der KAB beteiligten sich an diversen kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen.
Kerscher informierte über das soziale Engagement, den niedrigeren Kassenstand gegenüber dem Vorjahr, der entstanden sei, weil sich der Ortsverein durch Spenden solidarisch, gemeinnützig engagiert habe. Nur durch Eigeninitiativen wie Theaterspielen schaffe es der Ortsverein, Geld in die Kasse zu bringen. Von den Beiträgen bleiben nur rund 10 Prozent im Ortsverband.
Kerscher sagte unter anderem: „Die KAB ist in vielen Ländern aktiv und international vernetzt.“ Dies sei Ausdruck der Solidarität der KAB im Kampf gegen Armut und Ausbeutung. Solidarität müsse gelebt werden, so Kerscher.
Aktuell sei in unserem Land ein Rentenmodell mit garantierter Alterssicherung zu entwickeln. Dies wäre, so Kerscher, längst fällig gewesen. Die Arbeit der KAB in allen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Gremien sei wichtiger denn je. „Wir müssen stolz sein, in einem Verband mitarbeiten zu dürfen, sei es nur durch unseren monatlichen Beitrag.“
Marianne Bauer informierte übers „Finanzielle“. Die Kasse wurde von Josef Kerscher und Franz Roth geprüft, die Vorstandschaft entlastet.
Die bisherige Vorstandschaft mit 1. Vorsitzenden Alfons Kerscher, Schriftführer Alfons Zierl, Kassiererin Marianne Bauer und Beisitzer Klara Kerscher, Ida Porsch und Irene Ruland wurde bestätigt. Die KAB Roding hat 130 Mitglieder. Werner Scharf wurde für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Stadträtin Renate Hecht dankte und würdigte in ihrem Grußwort die ehrenamtliche Arbeit, würdigte den großartigen Zusammenhalt und das Wirken und sagte wörtlich: „Die KAB steht seit jeher für gelebte Solidarität, für soziale Gerechtigkeit und den Einsatz für die Menschen in der Arbeitswelt.“ Gerade jetzt, wo sich Gesellschaft und Arbeitsbedingungen stetig verändern, sei dieses Engagement wichtig.
Die Rodinger KAB zeige, wie Wirken vor Ort, wie Gemeinschaft, Glaube und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand gehen können, sagte Hecht. Die Stadträtin würdigte das Engagement der KAB im Gesellschaftlichen, das das Miteinander fördere und sagte zu, dass die Stadt die Vereinsarbeit im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiter unterstützen werde.
Brigitte Wagner vom Kreisverband ging unter anderem auf die gute Zusammenarbeit bei der Landesgartenschau in Furth im Wald ein und machte auf den Verbandstag am 25. Juli und den Kreiswandertag in Falkenstein aufmerksam.
Präses Stadtpfarrer Matthias Kienberger ging in seinem geistlichen Wort auf den 800. Todestag des Heiligen Franz von Assisi ein, der Reichtum und Wohlstand freiwillig aufgegeben hat und dadurch die Welt mit neuen Augen gesehen hat. Der Präses ging auf die Schöpfung ein und darauf, den Wert der Arbeit zu schätzen. Er sagte unter anderem: „Was Sie, liebe Vorstandschaft, machen, ist eine Bereicherung für Roding. Der heilige Franziskus erinnert uns daran, den Wert eines Menschen wieder wertzuschätzen. Die Schöpfung, unsere Natur, wieder wertzuschätzen. Helfen Sie mit, wie der heilige Franziskus, die Kirche wiederaufzubauen.“
Text und Bild: Jakob Moro